Merkel darf Macron nicht weiter warten lassen

Anlässlich des Jahrestages des Elysée-Vertrages erklären die Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz, Maike WOLF und der stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen, Phil HACKEMANN:

Heute, am 22. Januar 2018, jährt sich die Unterzeichnung des Elysee-Vertrages zum 55. Mal. Der französisch-deutsche Freundschaftsvertrag wurde 1963 von Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Adenauer unterzeichnet. Er verpflichtete Frankreich und Deutschland zur Zusammenarbeit in sämtlichen Politikbereichen und beendete damit eine lange währende „Erbfeindschaft“, mit der unvorstellbar schreckliche Kriege einhergingen.

Dazu äußert sich die Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz, Maike WOLF:
„Der Elysee-Vertrag steht exemplarisch für den europäischen Einigungsprozess. Immer dann, wenn Frankreich und Deutschland als große Nationen Europas gemeinsam an wegweisenden Visionen zusammengearbeitet haben, hat Europa an Zusammenhalt gewonnen.
Momentan haben wir mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron einen Staatspräsidenten in der Europäischen Union, der mit seinen Ideen in der Tradition großer Reformbestrebungen innerhalb des Projekts Europa steht.“

Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen Phil HACKEMANN, der für die inhaltliche Ausrichtung des Verbandes zuständig ist, ergänzt: „Eigentlich sollte heute der Elysée-Vertrag 2.0 zwischen Deutschland und Frankreich unterzeichnet werden. Doch Angela Merkel muss nun ohne etwas Substantielles im Gepäck nach Paris fahren. Deutschland hat die historische Chance, die ihr Emmanuel Macron geboten hat, nicht genutzt. Stattdessen hat die Große Koalition wieder den Bremsklotz in Europa gespielt und weiter das fortgeführt, was sie am besten kann: Stillstand. Dieser Zustand muss enden – und zwar schnell!
Wir brauchen wieder mehr Mut zu Fortschritt in Europa! Merkel darf Macron nicht länger warten lassen.“

Maike WOLF stellt weiter klar: „Gerade Rheinland-Pfalz – mit Grenzen zu Belgien, Luxemburg und Frankreich – profitiert enorm von den europäischen Integrationsprozessen. Aufkommende europakritische Stimmen bringen all das ins Wanken.
Wir stehen diesen Tendenzen offensiv entgegen. Für die Jungen Liberalen ist ein Tag wie dieser ein Feiertag. Reichen wir Frankreich also erneut die Hand.“