Wahlkampf der CDU RLP mit dem Motto „Macht statt Moral“ eröffnet!

Während Malu Dreyer im Sommerinterview des SWRs gefragt wurde, ob sie noch einmal volle fünf Jahre als Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz amtieren wolle und sie dies mit Verweis auf ihre Krankheit bejahte, twitterte die CDU Rheinland-Pfalz, es ließe „Interpretationsspielraum“ und nennt es „Hintertürchen“.
Die Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz stellen sich jeglicher politischer Instrumentalisierung einer körperlichen Beeinträchtigung entgegen.
Dazu äußert sich Luca LICHTENTHÄLER, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz:
„Die Ministerpräsidentin Malu Dreyer ist für viele Menschen aufgrund des Umgangs mit ihrer chronischen Krankheit ein Vorbild. Es zeugt von großer Verantwortung, wenn man auf die Frage, ob man für ein hohes Staatsamt zur Verfügung stünde, darauf antwortet, dass man es abhängig von seiner gesundheitlichen Verfassung macht. Dieser reflektierte und besonnene Umgang mit einer körperlichen Beeinträchtigung, ist für jemanden wie mich, der selbst an einer chronischen Krankheit leidet, stets Leitlinie und Malu Dreyer hat sich in diesem Sinne vorbildlich verhalten. Dass die CDU Rheinland-Pfalz nun offensichtlich vom puren Willen zur Macht getrieben, diese reflektierte Haltung der Ministerpräsidentin nutzt, um politisches Kapital zu schlagen, schlägt dem Fass den Boden aus. Die Frustration, 30 Jahre lang keine politische Verantwortung für dieses Land tragen zu dürfen, scheint bei der CDU, jeden politischen und insbesondere moralischen Kompass zerstört zu haben.

Ich erwarte, dass sich der Spitzenkandidat Christian Baldauf sowie die Landesvorsitzende Julia Klöckner umgehend bei Malu Dreyer entschuldigen. Als Mandatsträger oder Mandatsträgerin hat man auch eine gesellschaftliche Vorbildfunktion. Bei der Wahrung jener sind Baldauf und Klöckner offensichtlich überfordert – wohl eher krachend gescheitert.