Junge Liberale Rheinland-Pfalz sprechen sich für mehr Organspenden aus, lehnen eine pauschale Widerspruchslösung aber ab.
Mainz, 16. September 2026. In der aktuellen Debatte um die Organspende sprechen sich die Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz gegen die von CDU und SPD angestrebte Widerspruchslösung aus. Statt eine Zustimmung zur Organspende vorauszusetzen, setzen die Jungen Liberalen auf eine verbindliche Entscheidung bei voller Selbstbestimmung. CDU und SPD wollen die Widerspruchslösung mit einem Antrag im rheinland-pfälzischen Landtag vorantreiben.
Samuel Schnitzler, Pressesprecher der Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz erkärt:
“Wir brauchen mehr Organspenden und müssen mehr Menschen dazu bewegen, sich mit dieser wichtigen Frage auseinanderzusetzen. Eine fehlende Entscheidung darf aber nicht automatisch als Zustimmung gewertet werden. Gerade bei einem so persönlichen Eingriff muss der Wille des Einzelnen entscheidend sein, unabhängig davon, wie dieser lautet.“
Als Alternative setzen die Jungen Liberalen auf die sogenannte Mandated-Choice-Lösung. Dabei sollen Bürgerinnen und Bürger dazu aufgefordert werden, eine eigene Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu treffen. Diese muss jederzeit geändert werden können. Begleitet werden soll das Modell durch bessere Aufklärung über Organspende, unter anderem an Schulen und durch öffentliche Informationsangebote.
Filipe Ramalho, stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Liberalen, erläutert:
“Wer beispielsweise einen neuen Personalausweis oder Reisepass beantragt, kann unkompliziert gefragt werden: Möchten Sie Organe spenden – ja oder nein? Damit schaffen wir einen einfachen Anlass, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ohne die Antwort vorzugeben. Beides muss möglich sein, und beides muss respektiert werden.“
Die Jungen Liberalen wollen damit die Zahl der Menschen erhöhen, die ihren Willen zur Organspende eindeutig festhalten. Die Entscheidung soll einfach dokumentiert und jederzeit ohne bürokratische Hürden geändert werden können.