Dem Klimawandel trotzen – „große Gewächse“ auch in Zukunft genießen

Unser Bundesland ist das größte Weinanbaugebiet in Deutschland. Im Jahr 2021 waren  64.714 Hektar Rebfläche mit Keltertrauben bepflanzt (Statistisches Bundesamt, 2022).  Die mit Abstand bedeutendste Rebsorte in Rheinland-Pfalz ist mit 17.751 Hektar der Riesling (Statistisches Landesamt, 2019).
Viele Spitzenwinzerinnen und Spitzenwinzer organisieren sich im Verband Deutscher
Prädikatsweingüter e.V. (VDP) mit Sitz in der Landeshauptstadt Mainz. Der VDP hat
eine Lagenklassifikation für „große Weine“ in Anlehnung an den Burgund etabliert,
welche heute für viele Konsumentinnen und Konsumenten sowie Weinsammlerinnen und  Weinsammler als Qualitätsstandard fungiert. Die Spitze dieser Qualitätspyramide
bilden die bei trockenen Weinen so genannten „Großen Gewächse“ (GG). Viele der im VDP
agierenden Spitzenbetriebe bewirtschaften ihre Rebflächen ökologisch, um so
Spitzenweine – welche zudem auf internationalen Auktionen Rekordpreise erzielen – zu
erzeugen. Die wichtigste Rebsorte im Bereich der deutschen Spitzenweißweine ist
ebenfalls der Riesling. Immer mehr Betriebe sehen sich jedoch durch die sich
zunehmend verändernden klimatischen Bedingungen vor neue Herausforderungen gestellt.
Resistente Rebsorten haben jedoch das Problem, dass diese wieder die klimatischen
Herausforderungen lösen, noch den önologischen Qualitätsansprüchen des
Spitzenweinbaus gerecht werden, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Aus diesem Grund fordern wir:

  • die Erhöhung der finanziellen Mittel zur Forschung zur Begegnung klimatischer
    Herausforderungen im Weinbau mit regional bedeutsamen Rebsorten (z.B. Riesling)
  • die Aufrechterhaltung und Ausweitung des Austauschs zwischen Politik und
    Weinbauverbänden (z.B. VDP)
  • die Fortsetzung der ausreichenden Bereitstellung von Mitteln zur Umstrukturierung
    von Betrieben auf ökologischen, nachhaltigen Weinbau

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