Aufklärung über Organspende in der Schule

Um mehr Organspender zu werben, soll jede*r Schüler*in im Laufe der Mittelstufe über Organspende aufgeklärt werden, wie es auch schon bei Drogen der Fall ist. Dies soll für jede*n Schüler*in verpflichtend sein.

Queere Jugendarbeit fördern

LGBTQ-Jugendliche sehen sich mit oft mit vielen Herausforderungen gleichzeitig konfrontiert. Die eigene sexuelle oder geschlechtliche Identität, das Coming Out, aber auch Mobbing, Ausgrenzung und Diskriminierung sind Dinge, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen. Oft gibt es niemanden in ihrem Umfeld, dem sie sich anvertrauen können, um sich über ihre Bedürfnisse, Sorgen oder Ängste mitzuteilen. Aber auch geschützte Räume, in denen man sich mit gleichgesinnten austauschen und unbeschwert man selbst sein kann ohne Angst vor Mobbing oder Ausgrenzung haben zu müssen, werden gebraucht. Angebote dieser Art sind jedoch oft nicht vorhanden, insbesondere im ländlichen Raum.

Wir Jungen Liberalen fordern daher mehr Jugendangebote und Unterstützung für junge Menschen, die sich als LGBTQ+ identifizieren. Dazu sollen Fort- und Weiterbildungsangebote für Mitarbeiter der Kinder- und Jugendarbeit als auch ehrenamtliche Jugendleiter zu LGBTQ+ Themen angeboten werden als auch Schulungsangebote zur Einrichtung von queeren Jugendtreffs und -Gruppen. Ebenso fordern wir dahingehend die Entwicklung einer Strategie zur Einrichtung von queeren Jugendtreffs- und Gruppen in den Kommunen, vor allem im ländlichen Raum, durch die Landesregierung in Zusammenarbeit mit queeren Organisationen der Zivilgesellschaft.

Zeitgemäße Regulierung von Monetarisierungskonzepten in Videospielen

Die Jungen Liberalen fordern, folgende Maßnahmen

  1.  Sogenannte „Lootboxen“ sollen in Verbindung mit dem möglichen Gewinn virtueller Inhalte in angemessener Form als Glückspiel reguliert werden, wenn diese mit Echtgeld oder mit über Echtgeld erwerbbare Ingame-Währungen erworben werden. Nicht als Glücksspiel erachten wir Lootboxen, die für spielerische Leistungen oder Währungen die über spielerische Leistungen erworben werden, erworben werden.
  2.  Es ist darauf hinzuwirken, dass in die Altersbewertung der USK von Spielen einbezogen wird, inwiefern diese ein für Kinder ungeeignetes Monetarisierungskonzept nutzen. Als Punkte, die dabei in diese Bewertung eingehen sollen, sehen wir insbesondere:
    1.  „Pay2Win“-Mechaniken – Die Möglichkeit sich erfolgsrelevante Vorteile für Echtgeld zu kaufen. Mechaniken zur Verkürzung der notwendigen Spielzeit, z.B. durch das Freischalten von Spielinhalten, sehen wir dabei nicht zwingend als Pay2Win an.
    2.  Mechaniken, die darauf abzielen die Ausgaben in erheblichem Maße zu verschleiern oder unkontrolliertes Kaufverhalten erzeugen sollen.

Bei der Bewertung ist dabei zu unterscheiden, ob es sich um ein „Free2Play“-Spiel oder einen Kauftitel handelt

Aufarbeitung der Verfolgung von queeren Menschen in der deutschen Geschichte

Bis 1994 stand der Paragraf 175 in den Strafgesetzbüchern der Bundesrepublik Deutschland. Der §175 StGB stellte sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe. Vom Kaiserreich bis in die heutige Bundesrepublik verurteilte die deutsche Justiz über 140.000 Männer. Der von den Nationalsozialisten verschärfte Paragraf wurde darüber hinaus von der jungen Bundesrepublik Wort für Wort übernommen und hatte bis 1969 Bestand.

Dieser Paragraf bedeutete unendliches Leid für Millionen von Menschen in Deutschland. Der Terror, der vom deutschen Staate ausging, vom Kaiserreich bis in die Bundesrepublik, bedeutete für die Verurteilten Haft, Zwangsarbeit oder Ermordung in Konzentrationslagern. Aber auch für die vielen Menschen, die dieses Unrecht nicht im Gerichtssaal traf, führte die Verfolgung zu einem Leben in Angst – davor ihren Beruf zu verlieren, gesellschaftlich geächtet oder gar erpresst zu werden. Die Schicksale dieser Menschen dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Der deutsche Staat muss nun Verantwortung übernehmen.

Wir als Junge Liberale fordern daher die ganzheitliche Aufarbeitung des §175 StGB in allen weiterführenden Schulen im Unterricht. Diese soll die Verfolgung von queeren Menschen im Laufe der deutschen Geschichte, insbesondere vor dem Hintergrund dieses Paragrafen, behandeln. Der Kampf für die Rechte von queeren Menschen durch Freiheitskämpfer wie Magnus Hirschfeld soll ebenso behandelt werden. Es ist an der Zeit, dass auch dieser Teil unserer Geschichte seinen Platz einnimmt in unserem kollektiven Gedächtnis und damit den Lehrplänen unserer Republik.

Wir stehen zu Dahrendorf!

Zu den wenigen Kompetenzbereichen, in denen die Länder noch eigenständig aktiv werden können, zählt die Bildungspolitik. In Zeiten wie diesen gibt es keinerlei Ressource, die wertvoller als Bildung wäre. Im Sinne des großen liberalen Vordenkers Ralf Dahrendorf bekennen wir Junge Liberale uns zum Bürgerrecht auf Bildung. Interpretieren wir Bildung als Bürgerrecht, ergibt es keinen Sinn, in diesem Bereich Beiträge zu erheben. In keinem Land dieser Bundesrepublik ist es so gut um die Bildungsmobilität bestellt wie in Rheinland-Pfalz. Das ist auch Verdienst einer Politik, die am beitragsfreien Modell festhält. Wir Junge Liberale Rheinland-Pfalz bekennen uns dazu. Davon ausgenommen sind weiterhin Unternehmensbeiträge für berufsbegleitendes Studieren und Weiterbildungstudiengänge.

BuKos Billiger und weitere Entlastung der Mitglieder vom BuVo

Der Landesvorstand setzt sich im eBuVo dafür ein, das Bundeskongresse der jungen Liberalen für die Mitglieder günstiger werden.